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Grundlagen der DVD-(HDD-)Recorder Technik

aus DVD-Recorder-Wiki, der freien Wissensdatenbank

Jeder ist herzlich eingeladen, zu diesem Projekt durch Erweiterungen und Korrekturen beizutragen.
Bitte für Diskussionen und Fragestellungen das Forum des DVDBoards nutzen!


Inhaltsverzeichnis


Vorbereitung und Informationssuche

Einführung

Wenn du dich entschlossen hast, einen DVD-Recorder oder einen DVD-HDD-Recorder oder ein ähnliches digitales Aufzeichnungsgerät anzuschaffen, solltest du dir zu Beginn über einiges klar werden. Wenn du Neuling auf diesem Gebiet bist, kann es sein, dass du noch gar keine Ahnung hast, wie viele Möglichkeiten es gibt bzw. was es beim Kauf alles zu beachten gibt.

Fragenkatalog

Jetzt aber erst einmal eine Frageliste, die wichtige Punkte für die Auswahl eines Gerätes anspricht. Falls du nicht auf Anhieb alles beantworten kannst ist das nicht schlimm. Nach Lektüre dieses Artikels wird Dir schon manches klarer sein und mit der Zeit wirst du alles rausbekommen.


1. Wie empfängst Du z.Zt. Dein TV-Signal?
Willst Du dies in näherer Zukunft ändern, solltest Du das gleich mitberücksichtigen!

  • analoger Empfang über Antenne
  • analoger Empfang über Kabel
  • analoger Empfang über Satellit
  • digitaler Empfang über Antenne (DVB-T)
  • digitaler Empfang über Kabel(DVB-C)
  • digitaler Empfang über Satellit(DVB-S)


Wenn Du Dein TV-Signal über einen der vier letztgenannten Wege empfängst oder zukünftig empfangen willst, solltest Du erstmal den Artikel: Die verschiedenen Empfangswege der TV-Signale lesen.


2. Welche Geräte in Bezug auf TV besitzt Du bereits bzw. mit welchen Geräten soll Dein neuer DVD-HDD-Recorder zusammenarbeiten können?


3. Wofür genau willst du das Gerät nutzen?

  • Einmal die Arten der unterschiedlichen Verwendungen (Aufnahme von TV, Übertragung vom digitalen Camcoder, alte VHS-Aufzeichnungen sichern, etc.)?
  • Wie intensiv bzw. wie häufig willst Du das Gerät nutzen?


4. Welche Anforderungen, Vorlieben und Wünsche hast du noch in Bezug auf das Gerät?

  • Welche Ein- und Ausgänge soll das Gerät haben?
  • Wie einfach soll/muss die Bedienung vonstatten gehen?
  • Hast Du einen bestimmten Anspruch an das Design (z.B. Farbe)?
  • etc.


5. Wieviel Euronen kannst bzw. möchtest Du maximal investieren?

Fragen im Forum stellen

Wenn du auf dem DVDBoard, auf AreaDVD, im Hifi-Forum oder im DIGITAL FERNSEHEN - Forum um Rat für deine Kaufentscheidung fragst (die dir letztendlich natürlich niemand abnehmen kann), wird es für andere leichter dir zu helfen, wenn du die Antworten auf o. g. Fragen mitlieferst. Dann ist jedem einigermaßen klar worum es dir geht und kann dich evtl. noch auf wichtige Zusammenhänge aufmerksam machen, die du noch nicht bedacht hast!

Alle im Forum sind immer besonders erfreut, wenn jemand einfach ohne jede weitere Information nur die Frage stellt:

"Welches ist der beste Recorder?" oder "Welches Gerät soll ich mir kaufen?".

Das ist so als wenn jemand in einen Musikmarkt geht und einfach nur sagt: "Ich möchte ihre beste CD kaufen!" oder "Welche CD können Sie mir empfehlen?". Also bitte immer gleich ein paar präzise Vorgaben, sonst hörst Du nachher astreinen Heavy Metal obwohl Du doch eine so schöne Klassik CD haben wolltest ;).

Merke (frei nach Videophon Quelle):

Es gibt nicht das bessere (oder beste) Gerät, es gibt nur das passendere (oder passendste) Gerät.

Ebenfalls sehr beliebt bei Neulingen ist es eine Vorauswahl zu treffen und dann nur in das Forum zu schreiben:

"Ich will mich zwischen folgenden drei Geräten entscheiden: Gerät1, Gerät2 und Gerät3. Was meint ihr dazu?"

Auch hier kann Dir keiner einen echten Rat geben, wenn Du nicht mehr Informationen preisgibst (z.B. die Antworten auf obige Fragen) oder zumindest schreibst welche Kriterien dich zwischen den Geräten schwanken lassen.

Ebenso macht man sich sehr beliebt, wenn man 3 oder mehr Geräte aufzählt und dann mal eben so fragt, ob nicht mal jemand kurz die Unterschiede zwischen diesen Recordern erläutern kann. Da es unglaublich viele Funktionen und Merkmale bei DVD-(HDD-)Recordern gibt, käme bei einer annähernd präzisen Auflistung ein längerer Roman zustande und den hat selten jemand im Forum Lust zu schreiben - vor allem, wenn solche Anfragen fast täglich gestellt werden. Also bitte immer erstmal selbst so viel wie möglich Recherchieren und erst dann anfangen Fragen zu stellen, aber mit so viel Hintergrundinfos wie möglich. Dann sind dir in der Regel aussagekräftige Antworten sicher. Und dabei die Gelduld bewahren. Es kann durchaus auch mal einen Tag oder mehr dauern bis jemand anwortet.

Viele fragen sich früher oder später wie sie überhaupt zu eine Entscheidung gelangen können sei es aus Überforderung durch mangelnden Durchblick oder aus Kapitulation vor der Qual der Wahl ...

Entscheidungsfindung:

Die Entscheidung fällt oft nicht leicht (warum sollte es dir auch besser gehen als mir :D), da insbesondere die Markengeräte sich auf den ersten Blick nicht besonders stark voneinander unterscheiden oder:

Gerät A bietet Vorteil A und Gerät B bietet Vorteil B - ein Gerät mit A und B gibt es nicht ... Mist!


Ich würde immer folgenderweise vorgehen:

1. Grundlagenwissen aneigenen

Ohne Grundlagenwissen hast Du nicht wirklich klar worum es geht und was es überhaupt alles zu entscheiden gibt. Dabei soll dir dieser Artikel helfen, aber auch Informationen aus Zeitschriften, Internetseiten und den Foren vervollständigen Dein Grundlagenwissen.

2. Kriterien festlegen

Anhand des oben aufgeführten Fragenkatalogs und eigener Überlegungen stellst Du fest was du brauchst bzw. was dir wichtig ist.

3. Prioritäten festlegen (Muss- und Kann-Kriterien)

Jetzt bringst Du Deine Anforderungen/Wünsche in eine Reihenfolge der Wichtigkeit. Dabei legst Du gleich "KO-Kriterien" fest. Als "KO-Kriterien" gelten Punkte, die unbedingt erfüllt sein müssen, sonst ist das Gerät für Dich nicht interessant. Z.B. wenn Du Aufnahmen mit Deinem digitalen Camcorder unbedingt auch digital auf den Recorder übertragen willst, muss das Gerät über einen DV-In verfügen. Oder Du willst, weil Du schon viele DVD-RAM Medien besitzt, unbedingt einen Recorder haben, der DVD-RAM Medien ließt und beschreibt.

Mittels dieser KO-Kriterien (Muss-Kriterien) kannst Du die Anzahl der in Frage kommenden Geräte erstmal eingrenzen.

Dann ist es sinnvoll Deine weiteren Anforderungen/Wünsche, wo es zwar schön wären, wenn das Gerät die erfüllt, aber Du unter Umständen auch darauf verzichten könntest (Kann-Kriterien) in eine Rangfolge zu bringen. Also was ist mir von diesen Punkten der wichtigste? Was ist der zweitwichtigste Punkt? ... etc.

Wenn du dich damit schwer tust, kannst du die Punkte auch folgendermaßen in eine Reihenfolge bringen:

Du nimmst Dir einfach den ersten Punkt der "Kann" Liste und schaust Dir dann den zweiten Punkt der Liste an. Nun überlegst du dir: Wenn ich mich zwischen zwei Geräten entscheiden müßte wo das eine Gerät Punkt eins hat und das andere Gerät Punkt zwei, welches Gerät würde ich dann nehmen. Mit dem Punkt, der dir wichtiger ist gehst du zu Punkte drei und überlegst dir wieder auf diesselbe Weise, zu welchem Gerät du dich entscheiden würdest: Gerät mit Punkt drei oder Gerät mit Punkt "Sieger aus erstem Vergleich". Wenn du auf diese Weise durch Deine Liste gegangen bist, hast du am Ende dein wichtigstes Kann-Kriterium gefunden und schreibst es unter 1. auf. Dann streichst du diesen Punkt von deiner Sammlung und beginnst das Spiel von vorne, um das zweitwichtigste Kann-Kriterium zu ermitteln.

Auf diese Weise fällt es einem leichter die Auswahl anhand der Kann-Kriterien weiter einzugrenzen.

4. Recherche

Es ist sehr empfehlenswert (meiner persönlichen Meinung nach sogar unerlässlich) sich mittels der Suchfunktion in den Foren Nachrichten und Threads zu den für dich interessanten Geräten herauszusuchen und auch wenn diese sehr umfangreich sind komplett durchzulesen. So findest du alle möglichen und unmöglichen Informationen und Hinweise. Einen Überblick über die besten Foren findest du weiter unten.

Grundlegende Informationen oder Antworten auf Fragen, die überaus häufig gestellt werden sind oft oben im Forum "angepinnt" und mit dem Text "Wichtig" oder "Markiert" versehen.

Darüber hinaus können Informationen von den Herstellerseiten oder auch in Fachzeitschriften von Interesse sein.

Dabei lohnt es sich wichtige Informationen auf einer Liste zu notieren, da einem bei der Informationsfülle später der Kopf brummen kann und man gar nicht alles auf einmal erfassen kann. Ebenso hilfreich kann es sein wichtige Textstellen oder Internetseiten in irgend einer Form auf dem PC zu speichern, damit du später nochmal nachlesen kannst oder auch bei einer Frage zu dem gefundenen direkt auf die Seite/Quelle verlinken kannst.

5. Fragen in den Foren platzieren

Nun kannst Du Dir gut Unterstützung in den Foren holen, indem Du bei Deinen Favoriten klärst, ob und ggf. in welcher Weise diese deine Anforderungen/Wünsche erfüllen. Bitte beachte die Reihenfolge: erst suchen und lesen, dann fragen!

Wundere Dich nicht, wenn Du sofort ohne vorher selbst zu suchen voller Begeisterung im Forum fragst "Kann der XYZ-Recorder auch MP3-Dateien von CD abspielen?" und dann prompt nur ein kurzes "Benutze erstmal die Suche!" als Antwort kommt. Alte Hasen im Forum haben definitiv keine Lust mehr auf solche Fragen zu antworten, wenn diese bereits mehrfach im Forum beantwortet wurden.

Wenn du dich nicht mit den Foren auskennst, lies bitte immer erstmal die Forenregeln. Meist gibt es auch Hinweise wie Du am besten eine Anfrage in das Forum stellst (immer auf einen aussagekräftigen Titel achten und keine Worte wie "dringend" benutzen).

Während der Recherche- und auch der gleich folgenden Testphase kann es leicht passieren, dass Du die Prioritäten deiner Kriterien änderst.

6. Testen und Entscheiden oder auch Entscheiden und Testen

Dann ist der Moment gekommen, um eine "Testfahrt" mit dem Gerät zu machen, was aber leider nur sehr selten möglich ist. Wenn du dich mangels Testmöglichkeit gleich zu einem Kauf entscheiden mußt, würde ich immer versuchen mir einen "Testzeitraum" mit dem Gerät zu verschaffen (z.B. durch das weiter unten genannte Fernabsatzgesetzt oder durch Absprache mit dem Händler).

Deine endgültige Entscheidung wird mit Sicherheit nicht nur von reinen Fakten geleitet sein. Meine kleine DVD-HDD-Recorder-Odysee kam genau hierdurch zustande, dass ich meinte dass es doch besser wäre dieses oder jenes Feature am Gerät zu haben. Letztendlich muss auch die Chemie zwischen dir und dem Gerät stimmen :D !!! Sozusagen dein Bauchgefühl zum Gerät oder auch die Summe der für dich passenden Kleinigkeiten, die sich nicht aufzählen lassen.

So bin ich zum Schluß beim Toshiba RD-XS 34 gelandet. Der hat für meine Anforderungen/Wünsche zwar eine Unmenge zu bieten, aber letztendlich war hier für mich die "Chemie" ausschlaggebend.

7. Eine netter Geste von dir ...: Bericht ins Forum stellen ;)

Es ist immer schön, wenn zumindest ein kleiner Erfahrungs- oder Ergebnisbericht im Forum von dir veröffentlicht wird, so trägst du zur Vermehrung von Informationen für die jeweiligen Geräte bei. Auch, wenn es schon "genügend" Infos zu dem Gerät gibt, freuen sich deine "Berater" im Forum, wenn du bekannt gibst, wie deine Entscheidung ausgefallen ist und wie zufrieden du damit bist.


Ein schönes und teilweise amüsantes Beispiel für eine Anfrage und Entscheidungsentwicklung in einem Forum findest du auf dem DVDBoard in dem Thread: "DVD-Recorder - Ich bin verwirrt...".


Nun will ich nochmal zu einigen o.g. Bereichen etwas genauer werden:

Informationen und Alltagserfahrungen im Forum:

Denk daran: Was nützt es Dir den Test- oder Preis-Leistungs-Sieger aus einem Zeitschriftentest zu kaufen, wenn das Gerät für genau Deine speziellen Bedürfnisse oder technische Voraussetzungen nicht geeignet ist! Informationen darüber, ob man auf den Geräten Spiegeleier braten kann oder ob man sich mit Hilfe des Gerätelüfters die Haare trocknen kann, findest Du in der Regel eher in den Foren.

An den lebhaften Diskussionen in den Foren zu den Vor- und Nachteilen der Geräte, kann man gut erkennen, dass es auf den persönlichen Standpunkt bzw. die jeweiligen Vorlieben ankommt, ob jemand ein Gerät als gut oder schlecht einstuft.

Gerade an dem Beispiel Bildqualität kann man gut sehen, dass es auch Vorlieben und eigene Kriterien gibt, die von dem Messergebnis eines 50.000,00 EUR teuren Messgerätes nicht widergespiegelt werden. Die Aussagen in den Foren können dir zwar einen groben Anhaltspunkt geben, letztendlich hilft hier meiner Meinung nach nur die persönliche Inansichtnahme. Gleiches gilt insbesonde noch für den Punkt Lärmentwicklung durch Lüfter und Laufwerke des Gerätes.

Da ich mich häufiger in den Foren umsehe, versuche ich informative, aktuelle Threads mit Beratungen zum Recorderkauf auf der Seite Kaufempfehlungsthreads zu sammeln. Ich denke das wäre ein guter Einstieg in die Forenrecherche.

Zu den Testberichten in Magazinen und im Internet:

Um sich mit Informationen zu den einzelnen Geräten zu versorgen, nutzen viele erstmal die Herstellerseiten im Internet und Zeitschriften in denen Tests zu den Geräten angeboten werden wie z.B. "Video", "Audio Video Foto Bild". Mehrere Computermagazine leisten sich auch gelegentlich einen Test solcher Geräte. Hier möchte ich die "Ct" hervorheben, die meiner Meinung nach noch die besten Testberichte abliefert.

Du solltest Dich nicht blind auf diese Tests verlassen! Warum nicht? Weil Testauswertungen immer subjektiv sind. Die Redaktion bzw. der Autor trifft zunächst die Entscheidung welche Schwerpunkte getestet und bewertet werden (und die stimmen in den seltensten Fällen 100% mit Deinen Anforderungen überein) und dann entscheiden die auch welche Ergebnisse mit welchem Gewicht in die Gesamtwertung eingeht. Darüber hinaus können denen auch mal Fehler in den Tests unterlaufen.

Da die Geräte meist nur in einem sehr kurzen Zeitraum nach einem bestimmten Testmuster genutzt werden, entgehen den Testern oft Details an den Geräten, die den Alltag verbessern und verschönern oder einen auch zur Verzweiflung treiben können.

Das Lesen dieser Testberichte kann einem schon helfen sich überhaupt in die Materie einzufinden und Informationen über interessante Geräte zu sammeln. Dabei kann man auch gleich die Fragen sammeln, die einem bei der Lektüre fast unweigerlich kommen. Die angegeben Rahmendaten und Testergebnisse zu den Recordern mögen zwar ganz interessant sein, nur hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass die Tester teilweise haarsträubende Probleme im Alltagsbetrieb oder auch Gerätebugs komplett übersehen oder vielleicht sogar verschweigen(?).

Manchmal kann ich mich des Eindrucks nicht ganz erwehren, dass einige Testautoren nicht die Geräte testen sondern ihre Testauswertung nach den Datenblättern der Hersteller ausführen.

Wenn es um solche Testberichte geht, dann lohnt es sich (unter der Berücksichtigung der o.g. Vorbehalte) auch auf der Website Testberichte.de vorbeizuschauen und dort ein Blick in die Bereiche Testberichte zu DVD-Recorder, Testberichte zu DVD-Festplattenkombi und den dazugehörigen Ratgeber und Infoseiten (DVD-Recorder und DVD-HDD-Recorder) zu werfen.

Informationen auf den Internetseiten der Hersteller:

Es lohnt sich eigentlich immer die Herstellerseiten der Geräte zu besuchen, die Du in die engere Auswahl gezogen hast. Hier findest Du meist (nicht immer) nähere Informationen und Bilder zum gucken. Man sollte nach Möglichkeit die Gelegenheit nutzen und sich die zum Gerät gehörende Bedienungsanleitung herunterladen, die überwiegend im PDF-Format zum Download angeboten wird.

Bisher hat keine der Anleitung meiner Ansicht nach den Literaturnobelpreis verdient und sie sind fast alle sehr mühsam zu lesen. Die wichtigen Informationen sind häufig irgendwo, oftmals sogar sehr kleingedruckt mitten im Anleitungstext zu finden. Und vor allem nicht da wo man sie zunächst vermutet.

Da die Anleitungen anscheinend durch irgenwelche Übersetzungsbüros übersetzt werden, die wohl wenig Ahnung von den Geräten selbst haben, gibt es fast immer Passagen, die mehr Fragen aufwerfen als das sie Fragen klären.

Persönliches Testen der Geräte, Kauf bzw. Bestellung:

Testen

Leider ist das persönliches Testen der Geräte fast nicht möglich. Wenn man einen entsprechenden Elektrofachhandel in der Nähe hat, der noch die dafür nötige fachliche und kundenfreundliche Bedienung bietet, so hat dieser meist nur ein, zwei oder zumindest sehr wenige Geräte im Laden stehen.

Im hiesigen Media-, Makro-, oder was-weiss-ich-denn Markt kann man sich meist eine größere Flotte an Geräten ansehen. Zumindest was die Gehäuse betrifft. Allerdings einen Verkäufer in so einem Markt dazu zu bringen, dass er einem das gewünschte Gerät anschließt und vorführt, ist schon eine Leistung und gelingt meist nur einmal.

Darüber hinaus sind die Geräte mit einer so großen Menge an Optionen und Features ausgestattet, dass sich einem die Vielfalt der Möglichkeiten und auch die wirklichen Haken und Probleme erst nach intensiver mehrtägiger Nutzung erschließen.

Direkter Kauf vor Ort oder Bestellung im Internet, per Telefon

Es ist also ratsam, wenn ich mir nicht 100% sicher bin, ob das Gerät zu mir passt, zumindest mit dem jeweiligen Händler ein Abkommen zu treffen, dass mir eine Rückgabe ohne weiteres ermöglicht (dabei bin ich dann allerdings auf seinen guten Willen angewiesen).

Ideal sind da die Möglichkeiten, die mir das neue Fernabsatzgesetz bieten (oder wie sich das auch immer genau schimpft). Wenn man ein Gerät per Versandhandel bestellt, hat man nach Erhalt der Ware 14 Tage Zeit das Gerät zu testen und ohne Angabe von Gründen zurückzusenden (lediglich das Porto für die Rücksendung muß man selbst tragen).

Wichtig dabei ist wann ihr das Gerät abschickt (den Versandbeleg unbedingt aufbewahren) und nicht wann es bei dem Händler ankommt. ACHTUNG: Das Gerät darf natürlich keine Gebrauchsspuren oder Abnutzungserscheinungen zeigen, sonst kann der Händler einen Teil des Kaufpreises einbehalten.

Diese Möglichkeit ist natürlich toll, wenn ich noch den Alltagstest mit dem Gerät durchführen will. Du solltest diese Möglichkeit allerdings nicht zu oft mit denselben Händler nutzen. Auch würde ich immer dazu raten eher größere renommierte Unternehmen zu nutzen und per Nachnahme oder Lastschrift zu zahlen.

Per Versand lässt sich vor allen Dingen fast jedes Gerät auch wirklich beschaffen und man ist nicht auf das Angebot des Händlers an der nächsten Ecke angewiesen (wenn man den überhaupt in der Nähe hat). Hinzu kommt, dass die Preise von Internethändlern häufig wesentlich niedriger liegen als beim Händler vor Ort. So lassen sich leicht 50,00 EUR wenn nicht sogar bis zu 200,00 EUR für ein und dasselbe Gerät einsparen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob ein Preis angemessen ist oder es auch günstiger geht, frag einfach kurz im Forum nach.

Wichtig bei Onlinehändlern zu beachten ist, dass die Angaben der Lieferbarkeit und der Lieferzeit in den Onlineshops gerade zu Beginn der Auslieferung eines neuen Gerätes auf dem Markt oft mit sehr viel Phantasie ausgestattet sind. Hier wird gerne mal damit kalkuliert, dass sich die Kunden durch die angebliche sofortige Lieferbarkeit locken lassen und dann nicht abspringen, wenn sich die Lieferung immer mehr verzögert.

Preisüberblick, Verhandlungstaktiken

Falls Du doch lieber zum Elektrofachmarkt um die Ecke gehen möchtest oder auch zum hiesigen Elektrogroßmarkt ("Ich bin doch nicht blöd" bzw. "Geiz ist geil") kannst Du Dir in den Foren auch einen guten Überblick über die Preislage verschaffen.

Einen Überblick über Versandpreise im Internet erhält man auch über die gängigen Preissuchmaschinen: z.B. www.geizhals.at, www.kelkoo.de, www.geizhals.de, www.preispiraten.de, etc. oder auch auf www.ebay.de.

Darüber hinaus bieten die Großmärkte oft Tiefpreisgarantien (zwar meist örtlich begrenzt, aber immerhin), so dass man mit entsprechendem Prospekt in der Hand ggf. einen besseren Preis aushandeln kann. Dies ist durchaus auch im Fachmarkt Deines Vertrauens möglich. Ein schönes Beispiel wie man mit den Preisen und Angeboten umgehen kann findet sich in diesem Thread ;).

Entscheidungkriterien für die Recorderwahl

Im folgenden Text will ich einige wichtige Kriterien, die man üblicherweise bedenken sollte beleuchten und versuchen diese auch einsteigergerecht zu erläutern. Bitte habe Geduld mit mir - ich werde den Text nach und nach Ergänzen:

DVD-Formate und Aufnahmemedien

Bei einem Videorekorder gibt es nur ein Format VHS (gut, gut, früher gab es auch andere) und beim Kauf eines VHS-Bandes braucht man nur die Aufnahmelänge und den Hersteller wählen. Bei DVD-Aufnahmemedien ist die Sache nicht mehr so einfach.

Es gibt fünf DVD-Formate und dazu verschiedene Varianten für unterschiedliche Kopiergeschwindigkeiten (1x, 2,4x, 8x, 16x). Die Formate unterscheiden sich hauptsächlich in der Handhabung. Die Frage, ob ein bestimmtes Format zur Aufnahme besser geeignet ist als andere, löst unter Experten meist heftige Diskussionen aus.

Zunächst gibt es unterschiedliche DVD-Medien:

auf denen aufgezeichnet werden kann:


Minus-Medien:

  • DVD-R (1 x beschreibbar) und
  • DVD-RW (1.000 x wiederbeschreibbar)


Plus-Medien:

  • DVD+R (einaml beschreibbar) und
  • DVD+RW (1.000 x wiederbeschreibbar)


RAM-Medien:

  • DVD-RAM 1x-3x (100.000 x wiederbeschreibbar)
  • DVD-RAM 5x (10.000 x wiederbeschreibbar)


Mittlerweile gibt es auch DVD+R DL, das sind einmal beschreibbare "Double Layer"-Medien mit zwei Trägerschichten und der annähernd doppelten Speicherkapazität auf einer Seite (8,5 GB oder ca. 220 Minuten im Standard-Aufnahmemodus). Bei der Wiedergabe bzw. beim Aufnehmen gibt es aber je nach Gerät kleinere Einschränkungen

  • direktes Aufnehmen nicht möglich, sondern nur über Festplatte,
  • flexibler Aufnahmemodus kodiert jegliches Ausgangsmaterial auch auf DL-Medien nur bis 4,7 GB,
  • nicht immer nahtloser Übergang zwischen den Trägerschichten
  • Zurückspielen von Aufnahmen auf Festplatte nicht möglich

Da die Preise für DL-Rohlinge natürgemäß höher sind als für Einschichtrohlinge (4,- bis 8,- Euro pro Stück) wollen die Einsatzmöglichkeiten gut überlegt sein. Darüber hinaus gibt es auch Abspielprobleme auf Standalone-DVD-Playern.

Die Angaben, wie oft ein wiederbeschreibbares Medium genutzt werden kann bis es den Geist aufgibt, sind eher eine Tendenz als feststehende Werte.


Kurz gesagt gilt DVD-RAM als sicherer und länger haltbar, ist aber von fast keinem Standalone DVD-Player abspielbar. Weitergeben an Freunde und Bekannte ohne DVD-Laufwerk am PC ist also problematisch.

Die DVD-RAM ist aber in der Handhabung unübertroffen, weil sie wie eine Festplatte angesprochen werden kann. Aufnahmen können ohne Suche nach freiem Speicherplatz, ohne versehentliches Überschreiben und mit Nutzung zersplitterter Löschstellen aufgenommen und editiert werden. Das ist mit kompatiblen RWs nicht möglich, weil sie dann eben nicht mehr kompatibel wären. Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich Time-Shift und die Möglichkeit, leere RAM-Medien am Computer für die reine Datenspeicherung zu verwenden.

Dafür ist eine DVD-RAM teurer in der Anschaffung als die anderen DVD-Formate. DVD-R und -RW werden bei älteren DVD-Playern vermutlich eher erkannt als DVD+R und +RW. Grundsätzlich sollte aber mit einem zeitgemäßen DVD-Player keine Probleme bei der Wiedergabe von DVD-R, DVD-RW, DVD+R und DVD+RW geben ( Wer mehr zum Thema DVD-RAM wissen will findet hiernoch ausführlichere Informationen, insbesondere über die zahlreichen Vorteile).

Dann gibt es auch noch verschiedene Arten wie die DVDs beschrieben werden können:

  • im Video Mode (oft als VM bezeichnet)
  • im Video Recording Mode (oft als VR bezeichnet)

Der Video Mode ist der übliche Standard, der sich auch auf gekauften Video DVDs befindet und sich im Grunde mit allen standalone DVD-Playern abspielen läßt. Der VR-Mode bietet mehr Flexibilität, wenn die Aufnahmen nachträglich noch auf der DVD bearbeitet werden sollen. Allerdings kommen die wenigsten Standalone DVD-Player mit dem VR-Mode zurecht (die Player, die das können tragen ein "RW-Logo"). Wenn ich also eine DVD weitergeben will, bin ich mit dem Video Mode auf der sichereren Seite.

DVD-RAM Medien werden grundsätzlich von den Recordern im VR-Mode beschrieben.

Es gibt den VR-Mode einmal für die Minus-Medien (DVD-R(W), DVD-RAM) und in anderer Form für die Plus-Medien (DVD+R(W)), aber was genau den VR-Mode für die Plus-Medien ausmacht, da muss ich passen (alles, was ich vorher zum VR-Mode geschrieben habe, bezog sich auf -VR; von +VR habe ich kaum eine Ahnung). Der Vorteil bei dem +VR Mode soll sein, dass dieser kompatibel zu dem Video Mode (VM) ist, so dass sich im +VR Mode aufgenommene DVDs auch auf allen üblichen standalone DVD-Playern abspielbar sein sollen.

Welche Aufnahmemodi beherrscht das Gerät?

Ein weiterer Unterschied zu handelsüblichen VHS-Recordern ist, dass es nicht nur zwei Aufnahmemodi (Standard und Longplay), sondern mehrere gibt. Wie viele es genau sind, hängt vom Gerät ab, auch die Bezeichnungen variieren.

Meist werden die Aufnahmemodi als mögliche Aufzeichnungsdauer auf einer "normalen" DVD angegeben (mit nur ein Layer). Ein typischer Aufzeichnungsmodus lässt die Aufnahme von zwei Stunden Video auf eine DVD zu:

  • 1 Stunde Aufnahmedauer: XP oder HQ (high quality play) genannt
  • 2 Stunden Aufnahmedauer: SP (standard play) genannt
  • 4 Stunden Aufnahmedauer: LP (Longplay) bezeichnet
  • 6 Stunden Aufnahmedauer: EP (Extra Longplay)

Bei einigen Geräten gibt es weitere Aufnahmemodi, die bis zu 8 Stunden auf eine DVD bringen können (z.B. bei Panasonic EP - 8-Stunden-Variante). Oft ist auch ein Modus vorhanden, der die Aufnahmequaltiät bzw. -dauer automatisch dem freien Speicherplatz auf einer DVD oder VHS-Kassette anpasst (Auto oder FR - "flexible recording"), aber dazu später mehr.

Da alle Aufnahmen als komprimierte Daten im MPEG2-Format abgelegt werden, steht die maximale Aufnahmelänge im umgekehrten Verhältnis zur Bildqualität der Aufnahme. Kurz gesagt:

Je besser die Bildqualität, desto weniger Aufnahmezeit steht zur Verfügung

Das gilt sowohl für Aufzeichnungen auf DVD als auch für Aufzeichnungen auf Festplatte ! Manche Geräte haben im Standard-Modus eine Aufnahmequalität, die die anderen nur im zeitintensiven XP-Modus erreichen und die Verschlechterung der Bildqualität im LP-Modus fällt unterschiedlich deutlich aus.

Damit Du Dir eine ungefähre Vorstellung machen kannst versuche ich hier mal die grobe Richtung der Bildqualität der verschiedenen Aufnahmemodi nachzuzeichnen. Wegen der feinen Unterschiede bei verschiedenen Geräten (auch innerhalb derselben Marke!) rate ich dazu, sich nach Möglichkeit (leider selten) vor der Kaufentscheidung die Bildqualität in den verschiedenen Aufnahmemodi anzusehen:

HQ, XP: 1 Stunde auf eine DVD
  • auf eine 80 GB Festplatte kann man so ca. 17 Stunden aufzeichnen
  • auf eine 160 GB Festplatte kann man so ca. 34 Stunden aufzeichnen

In diesem Aufnahmemodus sollte normalerweise fast kein Unterschied zum Original erkennbar sein
(laut Messungen der "Audio, Video, Foto-Bild" liegt der Unterschied zum Original grob zwischen 0,1 und 15%).

SP: 2 Stunden auf eine DVD
  • auf eine 80 GB Festplatte kann man so ca. 34 Stunden aufzeichnen
  • auf eine 160 GB Festplatte kann man so ca. 68 Stunden aufzeichnen

In diesem Aufnahmemodus ist der Qualitätsunterschied zum Original für Ottonormalverbraucher kaum wahrzunehmen
(laut Messungen der AVF-Bild liegt der Unterschied zum Original grob zwischen 5 und 20%).

LP: 4 Stunden auf eine DVD
  • auf eine 80 GB Festplatte kann man so ca. 68 Stunden aufzeichnen
  • auf eine 160 GB Festplatte kann man so ca. 136 Stunden aufzeichnen

In diesem Aufnahmemodus ist meist ein starker Qualitätsunterschied zum Original wahrzunehmen
(laut Messungen der AVF-Bild liegt der Unterschied zum Original meist über 60%).

Dies äußert sich durch sogenannte Klötzchenbildung und Moskitos (sollte man sich einfach mal ansehen, ehe ich hier lange versuche das Phänomen zu umschreiben). Je mehr Bewegung im Bild stattfindet, desto häufiger und stärker treten die Bildfehler auf.

EP, SLP: 6 bis 8 Stunden auf eine DVD
  • auf eine 80 GB Festplatte kann man so bis zu ca. 136 Stunden aufzeichnen
  • auf eine 160 GB Festplatte kann man so bis zu ca. 272 Stunden aufzeichnen

Dieser Aufnahmemodus eignet sich eigentlich nur für Material, bei dem es auf den Inhalt und nicht auf die Bildqualität ankommt
(laut Messungen der AVF-Bild liegt der Unterschied zum Original weit über 60%).

Das kann aber nur als grobe Orientierung dienen. Neben den Gerätunterschieden ist auch die persönliche Einschätzung der Qualität durch Vorlieben und individuelle Qualitätsanforderungen beeinflusst.

FR-Mode oder Auto: Aufzeichnung mit variabler Abtastrate

Nun will ich mich an einen Themanbereich heranwagen, der oft Verwirrung auslöst, andererseits aber für den Aufnahmealltag wichtig sein kann. Da das Thema etwas umfangreicher ist, beschreibe ich das Ganze in einem neuen Kapitel:

Die Abtastrate als Kriterium für Aufnahmedauer und Bildqualtität

Die Bitrate ist die Menge an Daten, die in einem bestimmten Zeitraum für das Abtasten und die Speicherung von Bild- und Tondaten zur Verfügung stehen. Die Abtastrate wird normalerweise in MBit/Sekunde angegeben. Die DVD-Norm läßt eine maximale Bitrate von 9,2 MBit/sec zu. Diese Abtastrate entspricht dem HQ oder XP-Modus.

Sollen 2 Stunden Spielzeit auf einen Einfachrohling mit 4,7 GB passen (SP-Modus) muss die Abtastrate halbiert werden, so dass die Bild-/Toninformation nur mit 4,6 MBit/sec aufgezeichnet wird.

Du siehst, hinter den Aufnahmearten steckt eigentlich nur eine kleinere oder größere Datenmenge, die für die Darstellung des Bildes und Tons herangezogen wird. Je feinmaschiger die Aufzeichnung ist (höhere Bitrate), desto mehr Daten werden produziert und desto mehr Speicherplatz wird für die gleiche Aufnahmelänge benötigt. Habe ich z.B. nur 4,7 Gigabyte auf einem DVD-Rohling zur Verfügung, reicht der Speicherplatz nur für kurze Aufnahmen, wenn sie mit der höhesten Bitrate aufgezeichnet werden (1 Stunde im XP/HQ-Modus). Will ich längere Aufnahmen aufzeichnen, muss ich die Bildqualität duch eine geringere Abtastrate (weniger Daten) verringern. Die Angabe 4,3 GB Speicherplatz bezieht sich hingegen darauf, ob man ein Kilobyte mit 1.000 Byte oder 1.024 Byte berechnet (diese zwei unterschiedlichen Berechnungsarten für den gleichen Speicherplatz sorgen gerne mal für Verwirrung - zum "Entwirren" gibt es den Artikel Speicherplatz auf einer DVD).

Interessant wird das ganze nun, wenn ich einen Film, der 2 Stunden und 10 Minuten lang ist, in bestmöglicher Qualität auf eine DVD brennen möchte. Da reicht der SP-Mode nicht aus, da ich so nur 2 Stunden auf eine DVD bekomme. Wenn mir mein Gerät dann als nächstmöglichen Aufnahmemodus nur den LP-Mode bietet (4 Stunden auf eine DVD), dann verschenke ich aufgrund der 10 Minuten jede Menge Speicherplatz (110 Minuten bleiben ja ungenutzt auf der DVD), den man für eine Verbesserte Bildqualität nutzen könnte.

Viele Recorder bieten die Möglichkeit einer Feineinstellung durch eine stufenlos variierbare Abtastrate anstatt fest vorgegebener Bitraten (XP, SP, LP, EP). Man stellt dazu bei manchen Geräten die gewünschte Bitrate von z.B. 4,2 MBit/sec ein, bei der ziemlich genau 2 Stunden und 12 Minuten auf eine DVD passen. Damit wird eine wesentlich bessere Bildqualität erreicht als beim LP-Mode und der Speicherplatz auf DVD wird optimal genutzt

Bei Festplatten-DVD-Recordern kann man auch eine Aufnahmedauer vorgeben und die bestmögliche Abtastrate (und damit Aufnahmequalität) automatisch berechnen lassen. Diese Betriebsart nennt sich "FR-Modus" ("flexible recording") oder auch "Auto". Dabei wird die auf dem Speichermedium verfügare Restzeit automatisch berechnet und die Datenrate stufenlos auf den bestmöglichen Zwischenwert eingestellt, der nicht der festen Abstufung XP, SP, LP bzw. EP entspricht. Klingt erstmal ganz gut oder?

Aber ... wenn die Nettospielzeit meines Films 2 Stunden und 10 Minuten ist, die Aufnahme aber wegen netter Werbeunterbrechungen aber 2 Stunden und 25 Minuten lang ist, was mache ich dann?

Wenn ich nachträglich 15 Minuten Werbung herausschneide, bleiben 15 Minuten Speicherplatz ungenutzt und ich habe außerdem ein wenig Bildqualität verschenkt, die beim vollen Speicherplatz noch "drinnen" gewesen wäre. Hier ist es von Vorteil, wenn sich (wie z.B. bei Pioneer-Rekordern) der Aufnahmemodus (also die Bitrate) unabhängig von der Aufnahmezeit einstellen lässt. Ich nehme dann eine Fernsehsendung mit der bestmöglchen Bitrate für 2 Stunden und 10 Minuten auf, was zunächst brutto (mit Werbung) mehr Speicherplatz ergibt, als auf eine DVD passt. Aber nach dem Entfernen der Werbung, habe ich eine Aufnahme, die genau auf eine DVD passt und die bestmögliche Bildqualität mitbringt.

Die Zeitschrift "TV-Spielfilm" gibt übrigens solche Brutto-/Nettolaufzeiten (mit und ohne Werbung) an.

Man darf die Möglichkeiten einer variablen Abtastrate aber auch nicht überbewerten. Nutzer, die z.B. einen Röhrenfernseher und kein LCD/Plasmagerät haben, werden auch im LP-Modus (4 Stunden pro DVD) mit der Bildqualität zufrieden sein. Wer hingegen viele Sendungen im 16:9-Format oder Zweikanalton aufnimmt und kopiert, wird auf den XP-Modus Wert legen, um beim Überspielen in Echtzeit (bei reinem Kopieren gehen diese Funktionen sonst verloren) keine großen Qualitätsverluste in Kauf nehmen zu müssen;-).

Die Größe der Aufnahmedatei hängt nicht nur vom Aufnahmemodus ab, sondern auch davon, wie bewegungsintensiv der Filminhalt ist. Ruhige Passagen erfordern eine geringere Bitrate, eine Dokumentation wird also bei gleicher Laufzeit in der Regel weniger Speicherplatz benötigen als ein actiongeladener Thriller.

Aufnahmen editieren

Bei DVD-Recordern ohne Festplatte kann dieser Bereich zu großer Ernüchterung führen. Ich hatte z.B. angenommen, beim Umstieg von VHS auf DVD die Aufnahmen so bearbeiten zu können, wie ich mag und anschließend auf allen DVD-Playern wiedergeben ...

... aber Pustekuchen!

Meist muss man sich bei diesen DVD-Recordern vorher entscheiden, ob man die Aufnahmen auf allen handelüblichen DVD-Playern abspielen will (dann wird im Video Mode (VM) aufgezeichnet) oder ob man lieber weitgehende Bearbeitungsmöglichkeiten wie z.B. Werbung herausschneiden haben will (dann wird im Video Recording Mode (VR) aufgezeichnet).

Genaueres dazu siehe [Dann gibt es auch noch verschiedene Arten wie die DVDs beschrieben werden können].

Bei Recordern mit DVD-Laufwerk und eingebauter Festplatte fällt diese Vorauswahl weg. Man kann zunächst auf Festplatte aufzeichnen, dann die Aufnahme editieren und anschließend im überall abspielbaren VM-Format auf DVD kopieren. Aber Achtung: Die Editiermöglichkeiten sind nicht bei allen Geräten gleich umfangreich! Dies sollte man sich vor dem Kauf genauer ansehen, damit später keine unangenehmen Überraschungen auftauchen.

Bevor wir uns jetzt die verschiedenen Bearbeitungsfunktionen ansehen, zunächst erstmal eine Begriffsdefinition:

... von Titeln, Kapiteln und Playlisten

Titel: Als Titel bezeichnen die Gerätehersteller eine durchgängige Aufnahme, die auf DVD oder Festplatte aufgezeichnet wurde. Wird eine Fernsehsendung während der Aufnahme angehalten und die Aufnahme wieder gestartet, entstehen zu einer Sendung zwei Titel auf dem Aufnahmemedium. Eine Aufnahme kann auch nachträglich in mehrere Titel geteilt werden, etwa um eine mehrstündige, auf Festplatte aufgezeichnete Liveübertragung auf mehrere DVDs aufzuteilen.

Kapitel: Kapitel sind Unterabschnitte innerhalb eines Titels, deren Anfang und Ende manuell markiert wird. Damit lassen sich z.B. bestimmte Szenen kennzeichnen, zu denen man beider Wiedergabe auf einem Abspielgerät mittels Sprungtaste schnell navigieren kann. Viele Recorder verfügen über eine Funktion, die während der Aufnahme in regelmäßigen Abständen Kapitelmarkierungen setzt.

Playlist Eine Playlist ist eine Abspielliste, die dem Gerät eine bestimmte Reihenfolge bei der Wiedergabe vorgibt. Es können nicht nur einzelne Aufnahmen hintereinander abgespielt werden, sondern auch Kapitel innerhalb eines Titels (z.B. das 7. Kapitel vor dem 1. Kapitel). Die Abspiellisten beanspruchen kaum Speicherplatz.

Viele Festplattenrecorder schneiden beim Überspielen von Festplatte auf DVD einzelne Kapitel in der von der Abspielliste vorgegebenen Reihenfolge zu einem einzigen neuen Titel zusammen. Wenn man also aus Werbeunterbrechungen Kapitel macht, die man nicht in die Abspielliste aufnimmt, dann wird die Aufnahme ohne Werbung kopiert. Schneller geht das natürlich, wenn man statt der Kapitelmarkierungen gleich Löschmarkierungen setzt, die Werbung herauslöscht, und die Aufnahme dann ohne Playlist kopiert.

Aufnahmen teilen

Aus einer Aufnahme zwei zu machen, ist besonders bei DVD-Festplattenrecordern mit hoher Aufnahmekapazität interessant. Beim einem Themenschwerpunkt im Fernsehen macht sie es möglich, zwei Filme hintereinander in einem Stück aufzunehmen, wenn z.B. nicht klar ist, wie viel Pause dazwischenliegt, und jeden davon anschließend einzeln auf DVD zu überspielen. Auch ein 6-stündiges Livekonzert kann auf diese Weise in passender DVD-Größe portioniert werden und muss nicht ewig auf Festplatte bleiben. Meist lassen sich die beiden Teile aber nicht wieder zursammenfügen.

Bei Geräten ohne Teilungsfunktion kommt man über Umwege ans Ziel: mittels Setzten von Kapitelmarken oder durch das Erstellen und Kopieren von Abspiellisten (z.B. beim Toshiba RD-XS 32).

Eine weitere praktische Funktion ist . . .

Schneiden und Kapitelmarkierungen setzen

Die Möglichkeit, Aufzeichnungen zu bearbeiten, macht DVD-Recorder (mit oder ohne Festplatte) im Unterschied zu herkömmlichen Videorecordern sehr attraktiv. Allerdings ist das Editieren nicht so einfach, wie man zunächst annehmen könnte. Ich selbst bin kein absoluter Experte, was diese Bereiche angeht, und werde technische Hintergründe nur dort, wo es zum Verständnis nötig ist, beleuchten, und das möglichst verständlich. Für diejenigen, die sich mit dem Themen genauer beschäftigen möchten, nenne ich einige Links zu reichhaltigen Informationsangeboten.


Einstieg: Das MPEG-Komprimierungsformat

Bisher speichern alle DVD-Recorder ihre Aufnahmen im genormten Aufnahmeformat der Kauf-DVDs: dem MPEG-Format! Der Name rührt von der Motion Pictures Expert Group her, die diese Aufzeichnungsnorm entwickelt und festgelegt hat. Allerdings gibt es für reine Video-DVDs (im Gegensatz zum DVD-RAM-Format) bestimmte Einschränkungen (dazu später mehr) und auch eine vorgegebene Form, wie die Daten aufbereitet sein müssen, damit sie jedes DVD-Abspielgerät lesen und wiedergeben kann.

Wozu ist dieses MPEG-Format überhaupt gut? MPEG ist eine Form, um Videodaten zu komprimieren. Die Menge an Daten, die für die digitale Speicherung von Filmen nötig ist, wäre für die gängigen Aufnahmemedien sonst zu groß.

Die Tatsache, dass Videoaufnahmen nur in komprimierter Form aufgezeichnet werden, hat zur Folge, dass die Bildqualität bereits nach der ersten Aufzeichnung schlechter ist als bei der Ausstrahlung, Eine Komprimierung kann ja nur dadurch erreicht werden, dass gewisse Bildinformationen bei der Aufzeichnung weggelassen werden, ähnlich dem Mp3-Format bei Audioaufnahmen. Die Bildqualtität verschlechtert sich weiter, wenn man die Aufnahme auf ein anderes Speichermedium neuerlich aufzeichnet. Grundsätzlich lassen sich Videoaufnahmen auch verlustfrei kopieren, allerdings nur, wenn nichts daran verändert werden muss (vom Herausschneiden von Aufnahmeteilen einmal abgesehen). Oft will man aber die Aufnahmedauer bzw. -qualität auf einen verfügbaren Restspeicherplatz zuschneiden oder bei Zweikanalaufnahmen beide Tonspuren mitaufzeichnen oder auch die Kennzeichnung für den Wechsel zwischen 16:9 und 4:3-Darstellung. In solchen Fällen ist derzeit kein verlustfreies Kopieren möglich.

Es gibt Möglichkeiten, Videodaten verlustfrei abzuspeichern. Dabei fallen aber Datenmengen um ca.

... hier schreibe ich später weiter!

Aufnahmen kopieren

Diese Funktion gibt es nur bei DVD-Recordern mit eingebauter Festplatte. Die Funktion "Highspeed-Kopieren" bezieht sich auf die Tatsache, dass Festplatten-Aufnahmen mit hoher Geschwindigkeit auf DVD überspielt werden (bis zu sechsmal schneller als die Aufnahmedauer, je nachdem für welche Geschwindigkeit der benutzte Rohling ausgelegt ist). Leider hat jeder Hersteller seine eigene Methode, die Geschwindigkeit zu berechnen, sodass ein Vergleich mit Mitbewerbern kaum möglich ist. Ob das Kopieren viermal oder sechsmal schneller ist, spielt aber in den seltensten Fällen eine Rolle. Interessanter ist der Umstand, dass das Highspeed-Kopieren die einzige Möglichkeit der verlustfreien Übertragung ist. Panasonic nennt zwar beispielweise seine Echtzeit-Übertragung einer Festplattenaufnahme "Kopieren", in Wirklichkeit handelt es sich dabei aber um eine Neuaufzeichnung (mit kleinen Qualitätsverlusten).

Um eine beschleunigte Überspielung im High-Speed-Modus zu gewährleisten, muss die Aufnahme auf Festplatte in einer bestimmten, gestrafften Dateistruktur erfolgen (die nahezu der Aufzeichnung auf DVD-R entspricht), damit größeren Umrechnungen der Daten entfallen können. Dieser Betriebszustand muss VOR der Aufnahme eingestellt werden (Highspeed EIN), ansonsten sind nachträglich keine Schnellkopien möglich. Die Straffung der Dateistruktur bringt folgende Nachteile mit sich:

- es wird keine 16:9 Kennung auf Festplatte aufgezeichnet, die auf Fernsehgeräten eine automatische Formatumschaltung zwischen 4:3 und 16:9 ermöglicht. Es werden aber alle vom Sender ausgestrahlten Zeilen aufgezeichnet, sodass es beider Wiedergabe keine Verzerrungen gibt. Es muss lediglich die Umschaltung am Fernseher manuell vorgenommen werden.

- bei Zweikanalübertragungen wird nur eine (die im Setup-Menü zuvor eingestellte) Tonspur aufgezeichnet

- die variable Bitrate wird bei der Festplattenaufzeichnung "normal" eingestellt, damit derDatenstrom beim Schnellkopieren möglichst konstant bleibt.

- es kann ein geringfügiger Datenverlust auftreten.


Es gibt leider auch Geräte (Aldi), die "Highspeed"-Kopieren sperren, sobald eine Aufnahme auf der Festplatte einmal "angefaßt", sprich Teile entfernt worden sind. Die zunehmende Verbreitung des digitalen Fernsehens bringt die Gefahr mit sich, dass die freie Nutzung von Videoaufnahmen von den Sendeanstaltungen mittels Digital Rights Management zunehmend eingeschränkt wird, z.B. indem z.B. über einen mitaufgezeichneten Kode nur ein einmaliges Kopieren zugelassen wird und die Originalaufnahme auf Festplatte während des Kopierens gelöscht wird. Im Audiobereich ist diese Entwicklung in vollem Gang. Wenn das zur Regel wird und die analoge Ausstrahlung von Videomaterial nach und nach eingestellt wird (ähnlich dem analogen Antennenfernsehen), wird sich eines Tages die Frage stellen, ob die Anschaffung eines Rekorders noch sinnvoll ist.

Bei DVD-Brennern auf Computern gibt es die meisten dieser Einschränkungen nicht. Derzeit gibt es allerdings nur wenige, kostspielige Festplatten-Recorder, die mit einem PC direkt verkabelt werden können (z.B. per Netzwerk- oder USB-Verbindung). Daher muss man Aufnahmen, die man bearbeiten will, zunächst auf eine DVD kopieren (sinnvollerweise in einem wiederbeschreibbares Format - DVD-RW, DVD+RW, DVD-RAM – je nachdem welche der PC-Brenner lesen kann) und diese dann in den PC-Brenner einlegen.

Aufnahmen programmieren und wiedergeben

Wiedergabe einer Aufnahme während eine andere aufgezeichnet wird

Einer der interessanten Funktionen, die ein DVD-(HDD-)Recorder vom Videorecorder unterscheidet, ist die Möglichkeiten, dass man, während etwas aufgezeichnet wird, eine andere Aufnahme parallel dazu ansehen kann. Dies ist heutzutage zumindest bei DVD-HDD-Geräten eigentlich Standard. Bei DVD-Recordern ohne Festplatte ist dies meist nur bei Aufnahmen auf DVD-RAM oder auf DVD-R(W) im VR-Mode möglich, und es kann nur die Aufnahme wiedergegeben werden, die sich auf der geraden bespielten DVD befindet.

Bei Geräten mit Festplatte kann wegen des größeren Speicherplatzes naturgemäß aus einer größeren Zahl von Aufnahmen ausgewählt werden und es können auch Medien in anderen Laufwerken wiedergegeben werden, während auf Festplatte aufgezeichnet wird.

Allerdings sind bei laufender Aufnahme viele Funktionen nicht nutzbar, z.B. Vorprogrammieren per Timer, Löschen, Editieren, Teilen, Titel eingeben usw., bei manchen Geräten werden die Funktionen sogar schon blockiert, wenn eine Aufnahme in der Timerliste programmiert ist, oder es wird ständig auf diesen Umstand per Fenster hingewiesen.

Timeshift - Wiedergabe einer Aufnahme während sie noch zu Ende aufgezeichnet wird

Diese Funktion wird von einigen Herstellern auch anders genannt, z.B. Timeslip oder Chase Play. Sie besteht darin, den bereits aufgezeichneten Teil einer laufende Aufnahme anzusehen, vor- und zurückzuspulen, anzuhalten und an dieser Stelle später wieder einzusteigen während die Aufzeichnung noch läuft.

Ein Beispiel: Ich programmiere die Aufzeichnung eines Fußballspiels, das um 20:15 beginnt und um 23:00 Uhr endet. Wenn ich um 21:00 Uhr nach Hause komme, kann ich mit Hilfe von Timeshift den Spielbeginn schon ansehen, während die Aufzeichnung weiterläuft. Das Schöne daran ist, dass ich Unterbrechungen (Pausenfüller oder Werbung) überspringen kann oder pausieren kann, wenn das Telefon klingelt. Sollte ich den aktuellen Aufnahmezeitpunkt eingeholt haben, kann ich zur Direktwiedergabe wechseln.

Bei DVD-Recordern ohne Festplatte klappt das meist nur mit DVD-RAM Medien oder DVDs, die im Video Recording Modus (VR-Mode) aufgezeichnet werden.

Bei DVD-HDD-Recordern gibt es auch noch Geräte, die wie einige Modelle von LG zwar Timeshift bieten, aber nur, wenn man die Aufnahme eigenhändig startet. Man kann also nicht in eine laufende Timeraufnahme hineinspringen, wenn man z.B. später nach Hause gekommen ist.

Achtung: Die Aufnahmedauer der Timeshift-Funktion ist bei den meisten Geräten auf eine bestimmte Zeit (z.B. 2 Std.) begrenzt, auch wenn die Festplatte noch länger aufzeichnen könnte. Das bedeutet, dass die Aufzeichnung ohne Vorankündigung beendet wird. Lesen Sie daher vor Benutzung der Timeshift-Funktion in Ihrer Bedienungsanleitung nach.

EPG (Electronic Programm Guide)

Bisher sind solche elektronischen Programmzeitschriften DVD-(HDD-)Recordern noch nicht besonders verbreitet. Es handelt sich hierbei um ein System mittels dessen man direkt über das Gerät eine Programmvorschau für die nächsten paar Tage erhalten kann (meist 7) und durch einfaches Anwählen eines Eintrages schnell und komfortabel eine Timerprogrammierung erfolgen kann. Angenehmerweise werden oft die Titelnamen der Sendung gleich mit übernommen. Eine Auflistung der Eintragungen sortiert nach Sender, Genre oder Beginnzeiten ist meist möglich.

Aufpassen bei den EPGs muss man bzgl. der Datenübermittlung. Da die Geräte immer wieder ihre Daten für das kommende TV-Programm aktualisieren müssen, braucht es einen Weg der Datenübetragung.

So können z.B. die Guide+ gestützten Systeme ihre Daten wohl nur aktualisieren, wenn sie Zugriff auf einen analog ausgestrahlten Eurosport Kanal haben. Was mehr oder weniger auf einen analogen Kabelanschluß hinausläuft. Die Informationen für den EPG werden in der für TV-Gucker nicht sichtbaren Austastlücke gesendet. Ein Empfang von Eurosport über Satellit reicht nicht, da hier die Austastlücke nicht mitübertragen wird. Hinzu kommt, dass die Aktualisierung auch einige Zeit in Anspruch nimmt, währenddessen keine Aufnahme auf einem anderen Kanal durchgeführt werden kann. Alle diese genannten Rahmenbedingungen für das Funktionieren der EPGs bringen im Alltag manchmal einige Probleme mit sich, wie man dann in den Foren zu den entsprechenden Geräten vermehrt lesen kann.

Die Activy Media Center Geräte von Fujitsu-Siemens z.B. benötigen einen Zugang zum Internet, um ihre EPG-Daten zu aktualisieren.

Es gibt auch Geräte (z.B. von Pioneer, Panasonic), die zwar kein eigenes EPG-System mitbringen, aber mittels spezieller Technologie dazu in der Lage sind vom evtl. vorhandenen EPG des TV-Gerätes Timerprogrammierungen zu übernehmen. Die Systeme mittels derer das TV-Gerät und der Recorder miteinander kommunizieren können nennen sich von Hersteller zu Hersteller leider wieder unterschiedlich (z.B. NextView, QLink, etc.) sind dabei aber in der Regel kompatibel untereinander.

Eine Programmierung der Geräte über den Videotext wie früher bei einigen VHS-Recordern ist bisher bei keinem Gerät möglich. Es gibt aber einige Geräte (z.B. von Panasonic), die für die Titel der Aufnahmen die Sendungstitel aus dem Videotext übernehmen können.

Timerprogrammierung, VPS und Showview

Alle Recorder lassen eine automatische Aufnahme durch programmierte Timer zu. D.h. du gibst ein von wann bis wann der Recorder aufnehmen soll. Hier solltest Du genau auf die Anzahl der möglichen programmierbaren Timereinträge achten. 8 Timerplätze sind für Festplattenrecorder zu wenig - es sollten mindestens 16, wenn nicht sogar 32 sein.

Dann sollte man nach den Möglichkeiten einen Wiederholungs- oder Serientimer zu programmieren schauen. Das spart einem ständige Neuprogrammierungen für Serien, die man gerne aufnehmen möchte und auch Timerplätze, denn ein Wiederholungstimer wird nur als ein Timereintrag gezählt.

Hier gibt es verschiedene Varianten:

a) Wöchentlich: nimmt immer an einem bestimmten Wochentag zur angegebenen Zeit auf

b) Täglich: nimmt jeden Tag zu der angegebenen Zeit auf - hier gibt es meist noch die üblicherweise passenderen Varianten "Mo-Fr" oder "Mo-Sa".

c) bisher nur sehr selten gibt es die Möglichkeit die Wochentage an denen der Wiederholungstimer ausgeführt werden soll frei zu definieren: z.B. Aufnahme zur angegebenen Uhrzeit am Mo, Di, Do, Fr. In solchen Fällen muss man meist entweder 4 Serientimer für die Tage programmieren oder man nimmt einfach einen "Mo-Fr" Timer und löscht die unnütze Mittwochsaufnahme anschließen von der Platte.

Die meisten Geräte bieten Showview und VPS (PDC) Funktionen an. Zu den Funktionen und den typischen Problemen, die die Recorder oftmals mit der Umsetzung haben findest Du in dem Artikel VPS/PDC und Showview einen Überblick.

Einschränkungen

Einige Gerät haben weitere Einschränkungen bzgl. der programmierten Timer. Einige wenige Geräte müssen im Standby Mode sein, damit die Aufnahme automatisch beginnt. Wenn du an diesen Geräten eine Aufnahme ansiehst, während die nächtste eigentlich aufgezeichnet werden sollte, wird keine automatische Aufnahme gestartet (zu finden bei einigen LG Geräten, damit auch beim Aldigerät).

Vielleicht kannst du während einer Timeraufnahme zwar Marken anspringen, aber nicht mehr setzen. Oder die Sprungfunktion, das Titel benennen, löschen oder editieren (noch nachvollziehbar) ist gesperrt (alles Aldi).

Gelegentlich gibt es Einschränkungen bzgl. VPS. So gibt es bei Pioneer die vorgenannte Einschränkung nicht (Aufnahmen starten beim Pioneer auch, wenn dieser eingeschaltet ist), aber für Timer mit VPS schon. Manchmal wird auch die Anzahl der Timer mit VPS begrenzt. So hat ein Sony z.B. 32 Timerplätze, davon können aber nur 8 mit VPS programmiert werden.

Manche Geräte bieten auch eine Erneuerungsfunktion. D.h. die alte Aufnahme wird automatisch gelöscht bevor wieder eine neue aufgezeichnet wird. Das kann z.B. sinnvoll sein, wenn man sich regelmäßig die Tagesschau eine halbe Stunde später ansehen möchte (weil dann die Kinder endlich im Bett sind :D). Falls man es dann nicht schafft eine Tagesschau zu gucken, kann die ruhig abgelöscht werden, denn es gibt bereits eine neue (frei nach dem Motto "Nichts ist so alt, wie die Zeitung von gestern). Es gab auch schon Geräte bei denen sich diese Funktion z.B. für einen wöchentlichen Wiederholungstimer nicht abschalten ließ! Das ist natürlich besonders blöd, wenn Du eine längere Urlaubsreise machst.

Sprungfunktionen bei der Wiedergabe/ beim Editieren (Skip)

Eine weitere nette Möglichkeit, die viele DVD-(HDD-)Recorder bieten ist die "Skip"-Funktion. Hierbei wird während der Wiedergabe bzw, während des Editierens eines Titels per Tastendruck eine feste Zeitspanne vorwärs gesprungen (meist ca. 30 bis 60 Sekunden oder gleich 5 Minuten). So läßt sich z.B. schnell durch eine Werbepause hüpfen. Das geht meist leichter als das übliche Vorspulen der DVD-Player. Einige Geräte bieten diese Funktion auch in der entgegengesetzten Richtung (rückwärts) an. Manchmal läßt sich die Sprungweite im Setup des Recorder anpassen.

Wiederaufnahme der letzten Wiedergabeposition

Wenn während der Wiedergabe eines Spielfilms das Telefon klingelt oder wenn man aus anderen Gründen unterbrechen muss, ist es praktisch, wenn sich das Gerät die Position merkt, an der die Unterbrechung stattgefunden hat. Diese Funktion finden man bei den meisten Geräten. Man muss deswegen den Recorder nicht mit der Pausetaste längere Zeit anhalten, sondern kann auf STOP drücken und das Gerät ausschalten oder in den Bereitschaftsmodus versetzen. Sobald es wieder eingeschaltet wird, beginnt die Wiedergabe an der letzten Position. Voraussetzung ist, dass man sich auf dem betreffenden Laufwerk nicht zuvor noch eine andere Aufzeichnung angesehen hat. Dann beginn nämlich die Wiedergabe wieder am Beginn des Titels.

Recorder mit mehreren Laufwerken (HD, DVD, VHS, SD) merken sich die letzte Wiedergabeposition für jedes Laufwerk getrennt, sodass man z.B. eine DVD bis zu einem gewissen Punkt ansehen kann, dann auf Festplatte beliebige Funktionen ausführt und bei der Rückkehr zum DVD-Laufwerk wieder am selben Punkt fortsetzen kann.

Markenlose Geräte bieten diese Funktion mit Hilfe von "Markierungen" (z.B. Aldi bzw. Hofer), die man in einem Titel setzen kann. Möchte man weiterschauen, sucht man die letzte Markierung und weiter geht's.

Ein- und Ausgänge am Gerät

Grundsätzlich kann man bei den Anschlussbuchsen von DVD-Recordern zwischen analogen und digitalen Verbindungen unterscheiden. Näheres könnt Ihr dem folgenden Artikel auf AreaDVD entnehmen: "Große Kaufberatung - so finden Sie Ihren DVD-Player". In diesem Artikel werden die verschiedenen Anschlüsse ausführlich beschrieben und noch dazu einiges zum DVD-Spieler und -Recorder.

Sonstiges

Geräuschentwicklung

Das ist leider ein heikles Thema:

1) Zum einen hat hier jeder ein subjektiv unterschiedliches Empfinden (was für den einen angenehm leise ist, ist für den anderen zu laut).

2) Zum anderen gibt es auch bei den renommierten Markenherstellern immer Fertigungstoleranzen, so dass Geräte der selben Serie sehr unterschiedliche Geräuschentwicklungen zeigen.

3) Zudem ist der Grad an Geräuschentwicklung in einem Forum auch generell schwierig zu umschreiben.

4) Es kommt dazu noch auf den Aufstellungsort des Gerätes an (z.B. Schwingungen durch Resonanzboden im Hifi-Regal oder gedämpfte Geräusche durch die Unterbringung in einem verschlossenem Hifi-Rack) und wie nah oder fern man vom Gerät sitzt und wie laut die Umgebung und der Fernseher in der Regel ist.

5) Oft spielt nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Art des Tones eine Rolle (ein tiefes Summen wird normalerweise eher akzeptiert als ein hohes Pfeifen).

Letztendlich hilft einem nur die eigene Hörerfahrung, um herauszufinden, ob einem der Lüfter zu laut ist. Wenn man weiß, dass man sehr empfindlich auf Geräusche reagiert und der Lüfter in den Foren überwiegend als laut beschrieben wird, ist die Wahrscheinlichkeit schon hoch, dass es einem zu laut ist, aber sicher kann man da nie sein.

Garantie

Interessant ist auch Art und Umfang der Garantie, die der Hersteller einem bietet. Das geht bei der gesetztlichen Gewährleistung los. Diese sollte man nicht mit einer echten Garantie über zwei Jahre verwechseln!

Die gesetzlich Gewährleistung läuft zwar über 2 Jahre aber es gilt nur im ersten halben Jahr der Grundsatz, dass falls ein Problem am Gerät auftritt, dass dieses herstellungsbedingt ist und somit vom Hersteller ausgebügelt werden muss. Nach einem halben Jahr muss man nachweisen, dass das Problem schon bei Kauf des Gerätes vorhanden war und nicht erst später aufgetreten ist (wie auch immer das gehen soll - im Ernstfall würde ich mich in entsprechenden Foren genauer informieren).

Da ist eine "echte" zweijährige Herstellergarantie, die viele Markenfirmen bieten natürlich angenehmer, da hier alle Probleme innerhalb des Zweijahreszeitraums vom Hersteller gelöst werden (außer natürlich ich schmeiß das Ding aus dem Fenster ;-)).

Was viele nicht wissen: ist das Gerät von Anfang an defekt, d.h. man stellt direkt nach dem Auspacken fest, das etwas nicht funktioniert, dann handelt es sich weder um einen Fall von Gewährleistung noch um einen Garantiefall, sondern um eine sog. "Schlechtlieferung". Der Kunde kann in diesem Fall vom Vertrag zurücktreten, da ihn der Händler ja auch nicht erfüllt hat, d.h. man muss sich nicht auf eine Reparatur seitens des Händlers einlassen, sondern kann in jedem Fall das Geld zurückfordern. Ggf. ist sogar eine Schadenersatzforderung möglich.

Austausch/Einbau einer Festplatte

Das mit dem Festplattentausch ist fast bei jedem Gerät ein Thema. Wer fände es auch nicht interessant aus z.B. 80 GB plötzlich 200 GB zu machen und das ganze noch relativ kostengünstig. Manche träumen sogar davon aus einem reinen DVD-Recorder einen DVD-HDD-Recorder zu machen.

Bei den Markengeräten gestaltet sich so ein Austausch bzw. Einbau aber bisher überwiegend schwierig bis unmöglich. Versucht wird es bei vielen Modellen nur sind Erfolgsmeldungen sehr selten, da sich die Hersteller durch verschiedene Maßnahmen vor solchen "Verbesserungen" der Geräte schützen. Bei den unbekannteren Marken bzw. NoNames gab es schon häufiger mal eine Erfolgsmeldung aber auch nicht immer.

Bei den aktuellen Pioneermodellen z.B. soll es zwar möglich sein, aber nur mit Hilfe einer speziellen Service CD und der Emulation einer speziellen Fernbedienung für Servicemitarbeiter über einen Palm mit IR-Schnittstelle.
Also nicht: aufmachen - Platte tauschen - zumachen und das wars.

Zu Bedenken ist hierbei grundsätzlich, dass man mit der Herstellergarantie "spielt", wenn man in dem Gerät Veränderungen vornimmt!

Informationen zu solchen Versuchen und ob und auf welchem Wege diese geglückt sind, finden sich - wie immer - in den o.g. Foren.

(Hier schreibe ich oder auch ihr bei Gelegenheit weiter ;-) !!!) --neals

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